Ortsübliche Vergleichsmiete ermitteln

Die ortsübliche Vergleichmiete kann auf verschiedene Arten ermittelt werden. In Gegenden, in denen ein qualifizierter Mietspiegel existiert ist dieser einzusetzen, um eine Mieterhöhung zu rechtfertigen.

In den meisten Kommunen, darunter auch Köln gibt es aber keinen qualifizierten Mietspiegel. Dies macht in der Regel den Weg frei für eine Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete über folgende Verfahren:

  • Mietspiegel: Unqualifizierte Mietspiegel werden in der Regel von Mieter-Vereinen und Haus- und Grundbesitzervereinen gegeb eine geringe Gebühr ausgehändigt. Für Vermieter, die auf der Suche nach einer Argumentation für eine Mieterhöhung sind, ist dieses Verfahren in der Regel nicht so interessant, da die Mietspiegel in der Regel auf den Mieten der letzten 4 Jahre in einer bestimmten Gegend
  • Sachverständigen-Gutachten: Zur Ermittlung der Vergleichsmiete kann ein Sachverständigen-Gutachten herangezogen werden, wenn der Sachverständige ein unabhängiger Gutachter ist. Hier ist darauf zu achten, dass das Gutachten nicht zu alt ist.
  • Vergleichbare Objekte: Als Argumentation für eine Mieterhöhung hat ein Vermieter auch die Möglichkeit, die Kerndaten von drei vergleichbaren Mietobjekten vorzulegen. Vergleichbar heißt an dieser Stelle, dass die anderen Objekte dieselbe Objektart (Etagenwohnung, Reihenhaus, etc.) aufweisen, eine ähnliche Lage haben sowie über eine ähnliche Ausstattung verfügen und nicht mehr als 10-20% in der Größe abweichen. Sind diese Vergleichsfaktoren gegeben kann eine Wohnung als Vergleichsobjekt angeführt werden. Wenn Vermieter auf Nummer sicher gehen möchten, haben sie auch die Möglichkeit, mehr als drei Vergleichsobjekte anzugeben. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass nur der günstigste Mietpreis pro Quadratmeter der Vergleichsobjekte als Maßstab genommen werden kann.